Rotwein vom Riesling-Spezialisten

7. September 2009 von Frank, Südafrika, 6 Kommentare

Das Weingut Theuniskraal wird normalerweise für seinen Riesling geschätzt.

Leicht öliger Duft, komplexe, gut ausbalancierte  Aromen. Diese stammen von der Traube Ruby Cabernet, die hier neben Cabernet Sauvignon und Shiraz den Hauptbestandteil von Theuniskraal Prestige ausmacht.

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Ruby Cabernet ist eine Neuzüchtung aus Carignan und Cabernet Sauvignon, die Temperaturextreme besonders gut verträgt.

Diese Traube wurde für die Produktion bordeauxähnlicher Weine gezüchtet. Hohe Qualitätsstufen erreicht sie aber selten und wird deshalb meist als Verschnittwein verwendet.

Ein recht solider Wein, der aber nach längerer Zeit seine Feinheit verliert und irgendwie bin ich dann doch ein wenig traurig, das die Flasche schon leer ist. Für unter 5 Euro völlig in Ordung.

Theuniskraal Prestige

Bewertung79/100
Preis/Leistunggut
TypRotwein
Jahrgang2007
WeingutTheuniskraal Estate
LandSüdafrika
RegionTulbagh
Rebsorte(n)45% Ruby Cabernet, 28% Cabernet Sauvignon, 27% Shiraz
VerschlussNaturkorken
Alkohol14%
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6 Kommentare zu diesem Beitrag

  1. *ehm*……seit wann gibt es in Südafrika RIESLING SPEZIALISTEN?!?! ;o)

    Weinästhet am 7. März 2010 um 14:06

  2. Wenn der Autor, dies so schreibt hat er das gewiß auch so recherchiert. Man lernt nie aus…

    Uli am 7. März 2010 um 14:11

  3. Hm…….dann bin ich mal auf die nächsten News gespannt.
    „Nebiolo Spezialisten aus Wanne-Eickel“…..;o))

    Weinästhet am 7. März 2010 um 14:40

  4. Hallo Weinästhet.
    Wein ist ein globales Gut. Riesling wird nicht nur in Deutschland angebaut. Neben Südamerika erfreut er sich auch in Südafrika grosser Beliebtheit. Viele Weingüter in Südafrika haben einen deutsche Hintergrund. Deutsche Winzer die ins Ausland gegangen sind gibt es viele. So haben diese neben ihren Anbau-Traditonen auch die heimischen Trauben mitgenommen um diese neu zu kultivieren. Wer ein wenig forscht, wird sich wundern wie „weltmännisch“ der Riesling geworden ist.

    Frank am 8. März 2010 um 11:25

  5. Hallo Frank,
    vielen Dank für den Start in eine schöne Weindiskussion :o)

    Nun, Wein mag ein globales Gut geworden sein. Aber wie das so ist mit der Globalisierung. In erster Linie kommt da nix Positives raus.
    Ganz am Ende geht es bei Riesling aus Südafrika doch nicht um Qualität sonder schlicht und ergreifend um KOHLE!! Geld soll verdient werden, keine Tradition weitergeführt werden oder eine echte Bereicherung für den Weinmarkt kreiert werden.
    Riesling ist eine höchst europäische Traube (Deutschland, Elsaß, Österreich) die ganz bestimmte klimatische Bedingungen und ein extrem intelligentes Weinhandwerk braucht um das zu werden was sie ist: Die Königin der Weißweine. Alles andere ist so unglaublich verfälscht, dass man es eigentlich nicht mehr Riesling nennen sollte. Genau wie die „tollen“ Chardonnays aus Kalifornien die noch soviel mit dem Chardonnay zu tun haben wie Paul Potts mit Luciano Pavarotti.
    Oder die marmeladigen Cabernet Sauvigon aus allen Teilen der Überseewelt die nix, aber auch gar nix mehr mit den Ursprüngen dieser Traube zu tun haben.
    Der Riesling ist in Südafrika ungefähr so heimisch wie das Nashorn im Schwarzwald. Klar, ich kann auch Nashörner in der Lüneburger Heide züchten und aufwachsen lassen. Macht das Sinn?!?
    Nur um zu sagen „Hey, wir haben jetzt auch das berühmte Baldeneysee Nashorn ansässig gemacht“
    Nur weil es möglich ist in fast jedem Land der Welt Wein anzubauen heißt das noch lange nicht, dass diese Weine auch eine ernsthafte Bereicherung für den Weingenießer darstellen. Jedenfalls dann nicht, wenn man Wein nicht zum betrinken nimmt, sondern als Kulturgut betrachtet, wenn Weingenuss im Vordergrund steht.
    Und dummerweise ist der Mensch mittlerweile ja der festen Überzeugung, dass er ALLES machen darf nur weil´s funktioniert. Ohne zu hinterfragen ob es auch wirklich einen echten Sinn ergibt.
    Riesling aus Südafrika ist meiner Meinung nach der größte Blödsinn den man sich auch nur annähernd vorstellen kann. Dann jedenfalls, wenn man auf Qualität statt Quantität setzt. Ich brauche nicht 12000 verschiedene Rieslinge um mich als Weintrinker wohl zu fühlen. Und wenn man Rieslingexperten sehen und sprechen möchte, empfehle ich die Herren Heymann-Löwenstein, Busch oder Melsheimer. Nur knappe 2 Autostunden vom Ruhrgebiet entfernt…….erreicht man ohne 12 Stunden Flugzeit…;o)
    Das ist meine Meinung zu Riesling aus Südafrika und Cabernet Sauvignon aus Grönland…..:o)
    Küss die Hand….
    Der Weinästhet

    Weinästhet am 10. März 2010 um 08:51

  6. OK, alle wollen Geld verdienen. Riesling ist außerhalb Deutschlands so etwas wie der Mercedes unter den Weinreben.
    Deshalb lassen sich deutsche Rieslinge ja auch nach Jahrzehnten in der Flasche noch geniessen. Was das für ein Genuss ist vermag ich nicht zu bewerten…
    Aber um mal die Lanze für Südafrika zu brechen: Ich habe dort mal einen Barberra getrunken, der ganz entfernt noch was mit einem aus dem Piemont zu tun hatte. Und genau dieses gewisse etwas von Aromen, die in der Rebe liegen und anderen klimatischen Bedingungen ein ganz anderes Geschmackserlebnis hervorzaubern ist das besondere an Reben, die in eine andere Region verpflanzt werden.
    Anderes Beispiel: Pinotage sg. autochtone Rebe Südafrikas ist m.E. eine Pinot Noir (Spätburgurnder) und Cinsault Kreuzung, die in dieser Kombination in ZA am besten gedeiht.
    Vielliecht steht dem Riesling dies auch noch bevor.
    Also nicht den Untergang des Abendlandes herbeischreiben.
    Wobei ich Merlot Weine aus genau denselben Gründen auch häufig nicht mag. Aber es gibt dabei auch Überraschungen. Nicht umsonst haben wir das Sprichwort „Merlot ist wie Tofu“ geprägt http://www.weinding.de/tag/merlot/
    Und um mal den Korken auf die Flasche zu machen. Hier wird garnicht über den besprochenen Rotwein diskutiert, sondern über einen Bezug zum Riesling in der Überschrift.
    Das nenne ich mal Spiegelfechterei…

    Uli am 10. März 2010 um 10:54


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